Vorgefertigte Werkstatt und vorgefertigtes Lager
Eine vorgefertigte Werkstatt ist ein Produktions-, Wartungs- und Reparaturgebäude, dessen Tragwerk und Fassadenpaneele im Werk gefertigt und vor Ort in kurzer Zeit errichtet werden. Ein vorgefertigtes Lager ist ein mit demselben System errichtetes Lagergebäude, das nach Regalanordnung und Staplerverkehr geplant wird. Für kleine und mittlere Größen wird Leichtstahl verwendet, für große Spannweiten das System vorgefertigter Stahlbau (PEB); für Lösungen im Hangarstil siehe die Seite vorgefertigter Hangar.
Häufige Fragen zu Industriebauten
Wie werden Spannweite und Stützenraster einer Lagerhalle festgelegt?
Spannweite und Kosten steigen gemeinsam, und die Querschnitte wachsen mit zunehmender Spannweite schnell. Richtig ist, zuerst Regallayout und Staplerfahrflächen festzulegen und das Stützenraster darauf abzustimmen. Das Raster beeinflusst die Lagerkapazität stärker als die reine Spannweite.
Kann die Konstruktion einen Kran aufnehmen?
Ja, aber Krankapazität und Einsatzhäufigkeit müssen von Anfang an in die Berechnung eingehen. Ein nachträglich ergänzter Kran erfordert meist eine Verstärkung der Tragstruktur, deren Kosten denen eines Neubaus nahekommen können.
Wie werden Dach- und Wandbekleidung gewählt?
Nach der Nutzung: Dämmstärke im Kühllager, Wärme- und Schallschutz in der Produktionshalle, Beschichtungsbeständigkeit in chemisch belasteter Umgebung. Dachneigung und Regenwasserableitung werden nach dem örtlichen Niederschlagsregime bemessen.
Wie wird der Brandschutz sichergestellt?
Brandabschnitte, Rauchabzug, Melde- und Löschanlagen werden nach Nutzungsklasse und Lagergut geplant. Stahltragwerke erhalten zusätzlich eine aufgebrachte Brandschutzschicht.

